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Natürlich Piraten

Eins vorweg: uns gibt es noch. Ich schicke das voraus, da es die häufigste Reaktion an jedem Stammtisch ist, wenn man sich als Pirat zu erkennen gibt. „Ach, euch gibt’s noch?“

Uns gibt es noch. Und für mich sind die Piraten noch immer die einzige Option einer Parteizugehörigkeit. Und das hat Gründe. Piraten wirken tatsächlich. Kaum eine Partei hat nicht den Ruf nach schnellem Internet überall übernommen – eine Urforderung der Piraten. Der Untersuchungsausschuss zum Flughafen BER wurde von einem Piraten geleitet. Die Urheberrechtsdiskussion wurde maßgeblich von den Piraten angestoßen. Die Idee Legalisierung von Cannabis wäre ohne Piraten nicht so weit gediehen. Anonymität und Wahrung der Privatsphäre: zwei in der gesamten Gesellschaft diskutierte Themen, dank der Piraten.

Auch wenn die Wahlergebnisse miserabel sind: die Piraten sind tatsächlich die einzigen, die sich ernsthaft mit unserer Zukunft beschäftigen, während die in den Parlamenten vertretenen Parteien sich in der Flickschusterei an einem an vielen Stellen überholten System üben.

Die vor uns liegenden Herausforderungen sind der digitale Wandel und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen, die Verarbeitung globaler Ungleichverteilungen und der damit einhergehenden globalen Bewegung von Menschen, der Schutz unseres Planeten und seiner Ressourcen und die Reparatur der bereits erzeugten Schäden in Natur und weltweiter Gesellschaft. Die Wahrung humanistischer und demokratischer Grundsätze bei all diesen Entwicklungen bedarf einer wissenschaftlich-humanistischen Partei wie die der Piraten.
Leben heißt Veränderung. Veränderung ist Leben. Die Piraten adressieren diesen unumstößlichen Zusammenhang. Deshalb bin ich Pirat.

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