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3G: Wir sind die Dummen

Seit Montag sollen Gastronomiebetreiber, Veranstalter und andere ihre Kundschaft auf die Einhaltung der 3G-Regeln überwachen: geimpft, genesen oder getestet. Klingt prima.

Ist es aber nicht. Niemand weiß, wie tief diese Kontrolle gehen soll, man spricht von „verhältnismäßig“ und von „den Umständen entsprechend“. Solche weichen Formulierungen sind – auch bei vielen anderen Verordnungen – genau eines: im Zweifelsfall ein Bußgeld für den Betreiber.

Muss ich bei einem Gast auch durch Ausweiskontrolle überprüfen, ob das vorgelegte Impf-, Testungs- oder Genesenenzertifikat auch zu der Person gehört? Muss ich die vorgelegten Zertifikate auf Echtheit prüfen? Wie muss ich das dokumentieren? Es ist nichts davon definiert.

Sitzt das „faule Ei“ mit gefälschten Papieren bei mir in der Kneipe und es kommt zur Kontrolle, dann zahle ich. Nicht das faule Ei. Ich. Und wie wir alle wissen, sind Strafgelder im Bereich Coronaverstöße gleich mal vierstellig.

Meine heutige Anfrage im Ferienausschuss wurde gleich mal in den Teil „Sachstandsinformationen“ verschoben, leider bin ich im Ferienausschuss nur Gast. Meine Frage nach einem Leitfaden für die betroffenen Branchen wurde gar nicht beantwortet, zu der Durchführung der 3G-Kontrollen wurde einfach das erzählt, was beim Freistaat veröffentlicht wurde. Die eigentliche Fragestellung wurde nicht erkannt.

Liebe Kollegen, ich kann euch nur auffordern, die 3G-Auflagen selbst sehr genau durchzusetzen. Prüft, was ihr könnt. Macht vom Hausrecht Gebrauch.

Weil: wenn es hart auf hart kommt, zahlt ihr die Zeche.

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